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Battlefield: Bad Company 2

Dieser erste Eindruck ist von prediction Gaming e.V.-Mitglied "reeft". Sowohl als BF2 als auch BF2142 EPS-Spieler und Nationalspieler sammelte er neben diversen anderen Cups jahrelange Erfahrung und spielte nahezu jedes Spiel des Battlefield-Genres seit BF 1942. Diese Übersicht spiegelt seine ersten Eindrücke und seine Meinung wider.
Eigentlich kann das ja nichts werden. Die Erwartungen an Battlefield: Bad Company 2 sind viel zu hoch als dass auch ein fast nahezu perfekter Titel die Ansprüche der Community befriedigen kann. Von vorne herein: Mit "Community" meine ich eSport-orientierte Spieler. Denn das soll BFBC2 ja werden, oder? Der neue eSport-Titel, auf den spieleübergreifend in der Shooter-Community sehnsüchtig gehofft wird. Nach Enttäuschungen wie ETQW, gefloppten Titeln Frontlines: Fuel of War und jüngsten Miserien aka Call of Duty: Modern Warfare 2 ist der Hunger riesig nach einem neuen Titel, der eine große Gruppe von Spielern unter sich vereinigen kann. Doch kann BFBC2 das? Anhand der mir vorlegenden Beta auf der Playstation 3 werde ich versuchen, diese Frage ordentlich mit besonderem Hinblick auf den eSport-Aspekt zu beantworten.
Gameplay
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Das Gameplay ist ambivalent. Wenn der Anspruch bei DICE so war, BFBC2 zu einem sehr realistischen Spiel zu machen, dann haben sie ihre Mission erfüllt. Nur ist realistisch nicht unbedingt der Grund, warum man Battlefield spielt oder im allgemeinen Videospiele. Krieg ist der schlimmste Zustand menschlichen Zusammenlebens - aus einem Grund. Wer schon einmal Call of Duty auf Hardcore gespielt hat weiß, dass realistische Umsetzungen weder leicht, noch schön sind. Man stirbt einfach zu schnell. Das mag auf einer kleinen Map noch relativ viel Spaß machen und einen anspornen, auf einer großen Map mit vielen Fahrzeugen und versteckten Positionen für Sniper eher weniger. Es ist mir mehrfach vorgekommen, dass ich aus dem Nichts umfalle und tot bin. |
Ein Headshot von einem Sniper hat mich getroffen. Oft muss es noch nicht einmal ein Headshot sein. Ich übertreibe hier, denn ganz so schnell geht es dann doch nicht jedes Mal (und es ist auch schwer mit der Sniper zu spielen, weil die Waffe die mir momentan zur Verfügung steht etwa eine halbe bis ganze Sekunde braucht, um zu zielen, was mit einem schwarzen Bildschirm dargestellt wird), aber es fiel besonders am Anfang negativ auf. Man ist für diese Zeit blind. Wenn man nach jedem Schuss nachladen muss, kann das sehr, sehr störend sein; dazu ist das Zielrohr im Verhältnis zum Rest des Bildschirms viel zu klein.
Mit der größte Kritikpunkt an dem Spiel ist meiner Meinung nach der Wegfall eines Healthpoint-Systems. Never change a running system, oder wie war das? Ein jahrelang bewährtes System wird über den Haufen geworfen, um ein vermeintlich schnelleres Gameplay zu erzeugen. Was sich bei anderen Spielen wie der Call of Duty-Reihe bewährt hat und wovon ich hier spreche ist das Regenerationssystem, das in BFBC2 den Vorzug erhält, hier aber total fehl am Platze wirkt. Man hat nicht mehr 100HP, sondern man erholt sich, sofern man nicht mehr getroffen wird.
Dazu werden Verletzungen sehr lange und sehr intensiv angezeigt. Es spiegelt definitiv realistische Aspekte wider. So ist der Bildschirm schwammig, undurchsichtig und man sieht so gut wie nichts, man sollte definitiv Deckung suchen, man ist praktisch blind. Das ist mir persönlich definitiv zu stark, zu "realistisch" und von der Zeit her einfach zu lange. Das ist möglicherweise soviel länger als im Verlgeich z.B. zu Modern Warfare so, weil man in Battlefield auch geheilt werden kann durch Medipacks, wodurch der gesamte Effekt sofort aufhört, aber dennoch, das ist zu lange und man ist sofort aus der Action draußen. Man muss ja sowieso erst einmal einen Medic finden.
| À propos Suchen und Finden. Es gibt ein neues Squadsystem und das finde ich eigentlich relativ nett. Man kann bereits beim Connecten zum Spiel auswählen, ob man direkt in einen Squad will oder erst später; man kommt also - sofern man möchte - direkt in die Action rein ohne große Strecken zu laufen, was eine gute Sache ist. Etwas, das von ambitionierten Teams immer erst trainiert und perfektioniert werden musste bevor irgendetwas ging, war das Squadleader-Wechseln. DICE hat hier wirklich eine Verbesserung gemacht, sodass man nicht mehr nur bei dem Squadleader, sondern bei jedem Squadmitglied einsteigen kann. Das macht das Spiel um einiges schneller, kein reines Camping des Squadleaders mehr, das finde ich super. | ![]() |
Mein größter Kritikpunkt ist definitiv der "Wegfall" des Fadenkreuzes beim Zielen. Ich bin damit computerspielmäßig "aufgewachsen" und kann ohne, will aber gerne immer mit. Ein Grund wieso ich gerne Rotpunktvisiere mag bei CoD. Allgemein betrachtet findet BFBC2 da eine ähnliche Lösung wie CoD: Mit aufsteigendem Level mehr Waffen, mehr Aufsätze. Für den eSport finde ich aber dies zweifelhaft und umständlich, das hatte man bereits bei BF2142 gesehen, dass alleine schon 2-3 kleine Aufsätze und ihre Freischaltungen das Gameplay stark verändern können. Aber ich bin der Meinung, dass es unbedingt Freischaltung geben muss, denn die Basicwaffen verziehen viel zu stark. Der Medic zum Beispiel hat als Anfangswaffe ein kleines MG und ohne Fadenkreuz (aufgepasst: gesprochen wird hier vom Fehlen des Fadenkreuzes beim Zielen. Beim Schießen aus der Hüfte ist immer noch ein Fadenkreuz vorhanden) und mit so starkem Verziehen der Waffen, muss man schon mit den ersten wenigen Schüssen treffen, sonst wird es happig. Das mag an der PS3 und den Controllersticks liegen, ich denke das wird mit der Maus dann wesentlich besser zu steuern sein. Aber dennoch, ich mag es nicht, wenn 3/4 des Gegners verdeckt sind durch die Waffe bzw. die Zielvorrichtung der Waffe. Vielleicht so'n persönliches Ding... aber es gibt Spiele, die sind simpel, grafisch unrealistisch und dennoch seit Jahren erfolgreich (siehe CS).
HUD
Mit HUD meint man, für alle die das nicht wissen, das "Head-Up Display". Also praktisch der Bildschirm und die Anordnung der Informationen wie Waffenmenü oder sonstiges. Hier gibt es direkte Probleme für mich. Ich mag es, wenn mein Radar irgendwo links oder rechts oben ist, hier ist es unten links und es ist eckig. Das ist gewöhnungsbedürftig. Ich hoffe, dass man sich solche Details bei der PC Version verstellen kann, bisher konnte man das HUD ja auch immer etwas verändern (z.B. durchsichtiger machen).
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Weiterhin stört, dass das Scoreboard vollkommen eSport-inkompatibel ist. Und jetzt kommt mir keiner "Bei BF geht's nicht um Stats", ja, klar, tut es nicht, aber man schaut sich sowas trotzdem am Ende an. Und wenn ich weder Kills, noch Deaths, noch irgendwelche andere Information außer "Punkte" habe, dann reicht mir sowas nicht aus. Hinzu kommt auch hier wieder diese "CoD"isierung: Punkte, Ränge, that's it. Das ist eine Anbiederung an den Casual- oder Publicgamer, aber nicht an eSport-orientierte Spieler. Die Regenerationsanzeige wurde bereits angesprochen, stört einfach. Was auch stört ist, dass neben den persönlichen Tötungen in der unteren Bildmitte die gewonnen Punkte aufblinken. Das ist nicht ganz so penetrant und bildschirmpräsent wie bei Modern Warfare 2, aber es kann dennoch ablenken. |
Fahrzeuge
Die Fahrzeuge finde ich durch die Bank weg toll. Ich muss sagen, dass Tank-Fahren super viel Spaß macht, wahrscheinlich auch weil der Tank ein wenig overpowered ist. Ein Schuss fünf Meter neben einen Infanteristen und er ist tot. Das mag wiederum realistisch oder in Ordnung sein bzw. sich so anhören, aber es kann durchaus nervtötend sein, wenn man in der oppositionellen Position ist.
Neben dem Tank gibt es noch einen Hummer und ein Quad. Der Hummer ist schnell und lenkt sich sehr wendig, im Gegenteil zum Tank, aber irgendwo muss der sich ja durch seine Schlagkraft balancen lassen. Der Quad ist ein Fahrzeug für zwei Personen, super schnell und wird wahrscheinlich im Conquestmodus dazu benutzt werden, um irgendwo am Arsch der Map herumzufahren und dann von hinten eine Flagge des Feindes zu klauen. Das wird auch gelingen, denn der Quad ist super wendig, super schnell und macht einfach Spaß. Wenn wir von wendig sprechen, dürfen wir auch die anderen Fahrzeuge nicht vergessen, denn man kommt durchaus auf so manchen Berg mit dem Tank und hat von dort tolle Positionen; mag an der Map liegen, aber ich finde es beachtlich, dass die Fahrzeuge teilweise extreme Steigungen locker wegsteckten.
Klassen
Zu den Klassen gibt es kaum etwas zu sagen. Es gibt im Vergleich zu BF2 eine Reduzierung auf 4: Assault, Medic, Engineer, Sniper. Der Assault ist klar auf den schnellen Häuserkampf zugeschnitten, hat eine Primärwaffe, die ordentlich verzieht, wenig Munition hat, aber dennoch Spaß macht. Der Medic ist klar der Allrounder: Hat er zwar eine PKM als Primärwaffe, funktioniert er dennoch großartig. Reviven funktioniert, nur dass man den Gegner nach dem Tod sieht. Man ist wirklich "tot" für wenige Sekunden, bis man defibrilliert wird, also kein "schwer verletzt". Dadurch, dass man den Gegner, der einen getötet hat, nach dem virtuellen Tod sieht, wirkt das Reviven sehr ruckartig und man wird direkt wieder ins kalte Wasser geworfen, was einen verwirrt; hätte man ein wenig besser machen können, zumal das Anzeigen des Gegners auch dessen Position verrät - in Sachen eSport natürlich ein Unding. Der Engineer hat wieder einen Akkuschrauber dabei, um zu reparieren, eine kleine, superschnelle Maschinenpistole und einen Raketenwerfer. Der scheint mir etwas zu schwach geworden zu sein: 4 Raketen hat man und, auch wenn nicht jede die Ketten traf dafür aber das Oberteil des Tanks, sollten reichen, tun sie aber nicht. Dafür reicht aber das C4 des Assaulters, das funktioniert wunderbar.
Die Gemüter spalten wird der Sniper. Durch die gleich angesprochene Grafik (viel "grau in grau", zuviele Sandfarbtöne) fällt es sehr schwer oft Gegner selbst aus einer gewissen Nähe auszumachen, was natürlich einen Sniper, der (schätzungsweise) bis zu 400m virtuelle Meter zoomen und schießen kann, äußerst gefährlich macht. Das hat mit Sicherheit etwas mit dem Stil der Map bzw. dem Modus der Beta zu tun (auf den ich gleich zu sprechen komme), aber dennoch, der Sniper ist definitiv besser und stärker im Vergleich zu BF2 bzw. BF2142.
Es gibt keinen direkten Commander mehr, aber es gibt einen kleinen Spähhelicopter, der (das konnte ich leider nicht testen, weil es immer besetzt war) von einem kleinen Tisch aus bedient werden kann, sofern ich das verstanden habe.
Diverses
Das Game strotzt nur von so kleinen Sachen, die einem für kurze Zeit den Atem rauben. Nach all der, zum Teil starken, Kritik hier einmal ein paar positive Kleinigkeiten:
* Absolut genial fand ich die Einblendung der Nachricht, dass die Gravitationskraft der Erde mitberechnet wurde und man doch bei Gegnern in größerer Entfernung höher zielen sollte, da die Kugeln fallen. Das merkt man deutlich beim Sniper, aber auch bei anderen Klassen. Ein kleines Gimmick, das aber das Gameplay auf größere Distanz verändert. Realistisch, aber gut!
| * Nie wird der Kampf so individuell sein wie in BFBC2. Will sagen: Wer es gerne auf seine eigene Art macht, der kann das wirklich machen. Es gibt nichts tolleres als die Möglichkeit zu haben, entweder in das Haus zu stürmen und den Infanteristen auf dem Radar niederzuschießen oder in den Tank fünf Meter neben einem zu steigen und das Haus zu zerballern. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass man sich ein Quasi-Guckloch in die Mauer schießen kann und durch das dann hindurch schießen kann. Das macht den Kampf vielseitiger, schwieriger, individueller und überraschender. | ![]() |
* Wenn wir gerade von Mauern- und Häuser-Zerschießen sprechen: Das Spiel packt. Andauernd fliegt irgendwas durch die Luft, irgendwas explodiert, Papiere flattern durch die Luft, Kugeln zischen einem um die Ohren. In Sachen Immersion setzt BFBC2 neue Standards für Multiplayer.
* Für den eSport wahrscheinlich unwichtig, aber die Grafik ist verdammt nochmal wunderschön für einen Multiplayer-Titel. Wie bereits oben erwähnt, fliegt andauernd etwas in die Luft, irgendwo ist Rauch, die Vegetation ist fantastisch und lässt sich komplett niederschießen (ich glaube fest, dass das ein Ritual bei Matchvorbereitungen wird
). Die Weitsicht ist fantastisch, nichts ruckelt, selbst wenn ein Haus neben einem in die Luft fliegt und einem Backsteine um die Ohren fliegen. Das mag an der PS3 liegen, aber es wäre wirklich eine Schande, wenn man nur der Performance wegen auf diese großartige Atmosphäre verzichten müsste. Deshalb ein Rat an alle: Bald ist Weihnachten - Aufrüsten!
* Wenn es einen Gaming Award in Sachen Soundmixing oder Sound im Allgemeinen gibt, muss dieses Spiel jeden Award gewinnen. Noch nie ist mir der Sound in einem Spiel so positiv aufgefallen, so realistisch war das noch nie! Wenn man als Sniper irgendwo in den Bergen liegt, kann man fast die kleinen Käfer unter einem hören und die Kämpfe, die man durch das Fernglas verfolgt, wirken wie dumpfe Ablenkungen in weiter Ferne an einem wunderbaren, sonnigen Tag. Aber auch am Boden ist der Sound fantastisch: Wenn man etwas abseits des Kampfgeschehens spawnt ist es ruhig, man hört die eigenen Schritte im Sand und eine Zeitung neben einem in Luftverwirbelungen schweben. Sobald man aber um die nächste Ecke kommt, wird die Geräuschkulisse lauter, hektischer und plötzlich steht ein Tank vor einem, Schüsse fliegen einem um die Ohren, zwei kleine "Zuck"s und man ist tot. Allgemein erinnerten mich die Schusseffekte an diesen Ausschnitt aus "Black Hawk Down" in der zwei Soldaten erst schießen dürfen, wenn auf sie geschossen wird. Und in dem Spiel ist es genauso. Wenn du es um dich herum zischen hörst - KOPF RUNTER! All dies wirkt sich unheimlich positiv auf die Spielatmosphäre aus und lässt einen wesentlich mehr in das Spiel eintauchen als in vorherigen Titeln.
* Mehrere Leute gleichzeitig auszuschalten wird sehr einfach und ist ein tolles Gefühl. Ich hatte einmal das Glück im Rücken eines gesamten Squads zu spawnen und mit meiner eigentlich ungeliebten PKM die ganzen 5 Leute auszuschalten. Wie erwähnt kann das schnelle Sterben lästig sein, aber kann in der Täterposition durchaus auch seine Vorzüge haben. Was das für das Gameplay bedeutet, steht jetzt schon fest: Deckung wird wesentlich wichtiger als jemals zuvor.
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* Viele meiner Kritikpunkte lassen sich vielleicht auch daraus ableiten, dass das typische "Battlefield-feeling" nicht bzw. nur selten aufkam. Das liegt glaube ich stark an dem für die BETA ausgewählten ungewohnten Spielmodus. Anstatt einem Conquest gibt es hier eine Mischung aus Conquest und Search and Destroy. Es gibt eine angreifende und eine verteidigende Mannschaft, wobei die verteidigende unendliche Tickets hat. Es gibt immer ein Lager, 2 Bombenplätze, schalten die Angreifer beide aus, verzieht sich der Spawnpunkt der Verteidiger in das dahinter gelegene Lager. Daher spielt sich BFBC2 ungewohnt linear, wobei es durchaus Abwechslung zwischen den Punkten gibt. Während der erste Angriffspunkt eine lange gerade Straße hat und die angreifenden Tanks und Fahrzeuge aus weiter Entfernung bereits ausgeschaltet werden können und hier Fahrzeuge klar dominieren, sind diese beim nächsten Punkt so gut wie nutzlos, wenn es in engen Straßen zum Häuserkampf kommt. |
Es gibt jetzt bestimmt noch mehrere Punkte, aber ich höre hier auf. Wenn der Artikel fertig ist, fällt mir bestimmt noch was ein, das ich vergessen habe, aber im neuen Jahr könnt ihr dann selbst eure Erfahrungen machen.
Fazit
Was soll ich noch sagen? Battlefield Bad Company 2 wird ein Hit, das steht jetzt schon fest. Andere Spiele wie Battlefield 2142 standen unter viel schlechterem Ruf, galten sogar als Totgeburten bereits kurz nach Ankündigung und stellten sich später als starke Publikumsmagneten heraus. Dies ist mit diesem Spiel anders, bereits jetzt gründen sich Teams, finden sich Spielinteressenten und alleine deswegen kann ich und werden sehr viele über die kleinen bis mittleren Mängel des Spiels hinwegblicken können. Viele meiner Kritikpunkte sind aufgrund des Tests auf einer Konsole entstanden, vor allem das Ausgleichen des Verziehens der Waffe fällt mit einem Controllerstick wesentlich schwieriger als mit der Maus und erforderte einiges an Einspielzeit. Und vielleicht deshalb sind einige meiner Punkte etwas zu stark negativ ausgefallen, denn am Anfang habe ich ganz schön gesuckt und dem Spiel zu wenig Zeit gegeben. Aber wenn man sich auf das Spiel einlässt und einige Punkte beachtet, dann hat man selbst auf der Konsole nach einigen Stunden sehr viel Spaß. Dennoch spielt sich BFBC2 mit einem faden Beigeschmack. Es soll das für die Community lange versprochene Onlinespiel werden, dennoch kommen zuerst die Konsoleros dran. Einige hatten da schon, verstärkt durch die Verschiebung der PC-BETA, die Angst, dass DICE einfach mal auf Infinity Ward macht und eine einfache Konsolenportierung heraus bringt für die PC-ler. Und wer könnte es ihnen übel nehmen. Der Konsolenmarkt ist, vor allem in den USA, der Spielemarkt. MW2 hat trotz Kontroversen alleine am ersten Tag 7 Millionen Kopien (im Vergleich: GTAIV 6 Millionen in seiner ersten Woche) verkauft und davon waren gerade einmal 12% PC-Spiele. Das ist Kapitalismus, Angebot und Nachfrage. Und wenn wir eSportler und PC-ler nur alle paar Jahre (Battlefield 2/2005, Call of Duty 4/2007) ein fähiges Spiel geliefert bekommen, es dann den Anforderungen grob entspricht und es im eSport funktioniert, dann können wir über den ein oder anderen Kritikpunkt hinwegschauen und genau deshalb wird Battlefield Bad Company 2 der nächste große eSport-Titel.





































